Hundeausbildung - Tipps und Tricks

Hundeausbildung Tipps und Tricks


..Ein Weg von vielen :-)

                                                         

      Spielen mit dem Hund

      Kommando Fuß

      Die Bestätigung

      Falsche Konditionierung / Verknüpfung 

 

 1. Schritt :   Spielen mit dem Hund !!

Der Hundeführer und der Hund spielen gemeinsam mit einem Gegenstand.

Der Hund spielt nicht alleine mit dem Gegenstand.

Der Hundeführer beginnt das Spiel und er beendet es auch wieder. Es wird dann auch nicht mehr um den Gegenstand gekämpft!! Wir können/dürfen dem Hund nichts aus dem Maul reißen, wir werden uns den Gegenstand entschlossen nehmen. Wenn Druck erforderlich ist, dann nur über das Halsband.

Kommandos werden einmal gegeben und dann entsprechend durchgesetzt.

Bringt der Hundeführer sich vorher nicht in die Position sein Kommando durchzusetzen, sollte er besser kein Kommando geben.

Wenn das soweit geklappt hat, haben wir jetzt den Gegenstand in der Hand, den der Hund gerne hätte.

Er soll dafür Dinge tun, die wir verlangen;  Fuß, Sitz, Platz usw.

Die Ausbildung kann beginnen!  

Kommando Fuß    

Aus dem Spiel heraus, nachdem wir ja jetzt den Gegenstand in unserer Hand halten, bekommt der Hund das Kommando Fuß.

Der Hundeführer läuft los und...

a) der Hund läuft brav mit, nach 3-4 Schritten sofort bestätigen, indem wieder gespielt wird (guter Hund) ..nach und nach die Schrittzahl vergrößern ..und bitte, bitte nicht immer nur geradeaus laufen!!

b)  der Hund springt wie verrückt neben uns her und vesucht an den Gegenstand zu gelangen (ist auch ein guter Hund, da sehr triebstark)

Wenn der Fehler vermieden wird, dass sich der Hund selbst bestätigt, weil der Hundeführer den Gegenstand nicht unter Kontrolle hat und sich diesen vom Hund "klauen" lässt...,  sondern der Hundeführer den Hund bestätigt, wenn dieser für einen Moment ruhig ist, dann wird er mit dem Springen schnell aufhören. 

 c)der Hund schnüffelt nur am Boden, guckt nach anderen Hunden und Personen...

Interessiert sich für alles, außer für seinen Hundeführer (ist eher schlecht).

Gründe dafür können sein:

1.) Der Hund wurde im Vorfeld vielleicht falsch bestätigt;

Aktion: Hund schnüffelt am Boden - Reaktion: Der Hundeführer lockt mit Wurst.

Auch gerne gesehen...

Aktion: Hund schnüffelt am Boden - Reaktion: Hundeführer klopft mit der Beißwurst auf sein Knie, oder wedelt mit dem Ball wild in der Luft, um die Aufmerksamkeit seines Hundes wieder zu erlangen.

Der Hund wird damit für "schnüffeln am Boden" bestätigt und hat gelernt...

wenn Nase runter, dann kommt Belohnung.

Die negative Aktion des Hundes, darf der Hundeführer nicht durch eine positive Reaktion fördern.

 2.) Hund und Hundeführer können noch nicht richtig zusammen spielen.   

                                           

Es muss beiden SPAß machen !!!  "WICHTIG"

Der Hund zeigt aber kein Interesse am Spielzeug... weil ja eigentlich sowieso ständig mit ihm gespielt wird, oder weil er den Ball viel lieber mag als die blöde Beißwurst...

 

 

 

 

 

 

 

 Alles ausprobieren, auch Leckerchen (diese möglichst nicht bei vollen Bauch)

                                              

Den Schlüssel zum Hund finden und benutzen.. dann sollte es klappen.

-Läuft der Hund schön mit und ist von uns entsprechend konditioniert:

Kein Bedrängen und kein Einfordern des Spiels führen zum Erfolg, sondern nur das von uns erwünschte Tempo, gerade neben uns, Schulter möglichst auf Kniehöhe und aufmerksamer Blick in Erwartungshaltung bringt die Belohnung !

Es wird wieder gespielt.

 

Dann kann das nächste Kommando folgen: Sitz

- später

 

vorher noch:

Die Bestätigung 

was ist das überhaupt ???

Antwort:  Ein positives Erlebnis für den Hund in Form von:

                    

- Spielen

- Leckerchen

- ein nettes Wort - LOBEN

- der Jackpott

wann bestätigen wir?         

- sofort und unmittelbar nach dem Ereignis worüber wir uns freuen.

 

Beispiel:

Du sitzt mit einer Person (Mutter, Vater, Kind, Oma, Opa, egal) am Tisch und ihr trinkt Kaffee.

Plötzlich steht die Person auf und sagt:

"Hast du gut gemacht, ich freue mich total"! Greift in die Tasche und sagt: "Weil ich mich soooo freue bekommst du 100,- Euro"!

...Okay, Geld mal schnell weggesteckt. Aber dann würde ich schon überlegen ...was war das jetzt? ...wofür denn?? (na logisch... mit dem Gedanken daran, wenn ich weiß wofür, mache ich das doch sofort nochmal *lach)

Das, was Mensch und Hund unterscheidet ist;

dem Menschen kann ich sagen:

Du hast doch gestern den Wagen für mich gewaschen,

bist einkaufen gewesen und hast letzte Woche den Müll runter gebracht.      

Diese Antworten können wir dem Hund nicht geben... die versteht er nicht, er kann ja unsere Sprache nicht  ;-)

Der Hund bringt unsere Bestätigung nur damit in Verbindung, worauf diese unmittelbar folgt.

Das gleiche gilt übrigens auch für die Strafe!!

Ist doch ganz einfach, gelle.

 

Falsche Konditionierung / Verknüpfung 

Es ist schlecht, wenn der Hund denkt, er könnte durch sein Verhalten den Menschen steuern.

-Der Hund bietet uns etwas an (Sitz, Platz, kratzen am Schrank mit den Leckerchen) und wir reagieren brav und geben ihm dafür eine Belohnung.

-Der Hund bringt uns seinen Ball und wir werfen diesen brav... bis der "Süsse" keine Lust mehr hat.

Das ist Gift für die Ausbildung!

Und ist auch extrem schlecht, für ein harmonisches Miteinander von Mensch und Hund. 

                

Der Hund muss reagieren auf Aktionen, die wir vorgeben.

Das Abhängigkeitsverhältnis sollte klar geregelt sein.

Wir müssen konsequent sein!

Was passiert, wenn der Hundeführer für eine Zeit lang auf die Aktionen seines Hundes reagiert??

Das kleine Hundebaby fängt schon damit an, zu probieren, wie Situationen zu beeinflussen sind...

Wie kann ich die Aufmerksamkeit erlangen, wenn nur der blöde bunte Kasten im Wohnzimmerschrank angeguckt wird.

Und es ist verdammt schwer diesem süßen Blick zu wiederstehen.                              

Aber der kleine Hund wird groß und wird dann auch sehr konsequent mit uns sein und evtl. sogar sein Bestreben mit etwas Druck (zwicken in den Po, oder lautes Bellen) versuchen durchzusetzen.  

 

 

 

 

 

Und sich dann hinstellen und fragen: Warum macht der das ???

Antwort: Weil er es so von uns gelernt hat !!!

Um aus diesem Teufelskreis wieder herauszukommen muss der Hundeführer sein Verhalten dem Hund gegenüber umstellen. Der Hund wird sich den neuen Gegebenheiten anpassen.

Der Hundeführer darf nicht erwarten, dass der Hund von sich aus sein Verhalten ändert.

 Einfacher ist es...

 Es erst gar nicht soweit kommen zu lassen

Text (c) by Daniela Welslau  

 


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